Ein Abend, der bleibt
Am 24. Juni 2026 wurde Michael Hahn im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung feierlich in seine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Niddatal eingeführt.
Und man darf es ruhig so sagen: Das war ein wunderbarer Abend.
Nicht steif. Nicht künstlich staatstragend. Nicht irgendein kommunalpolitischer Pflichttermin zwischen Tagesordnungspunkt und Sitzungsmappe. Sondern ein Abend mit Würde, Wärme, Stil und einer Atmosphäre, die dieser Stadt gutgetan hat.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Niddatal haben Großartiges geleistet. Der Rahmen war liebevoll gestaltet, aufmerksam vorbereitet und genau richtig im Ton. Man hat gespürt: Hier ging es nicht nur um eine Amtseinführung. Hier ging es um Niddatal.
Und deshalb ist dieser Dank ganz bewusst persönlich formuliert.
Danke an Sonja.
Danke an Eileen.
Danke an Marcel.
Danke an Melanie – für alles. Nur beim Eiswürfel im Weißwein bleiben wir, trotz sommerlicher Temperaturen, in freundlicher, aber entschiedener Opposition.
Und, um es mit Stadtverordnetenvorsteher Florian Porth zu sagen: Danke an alle, die wir jetzt vergessen haben.
Dieser Dank geht an Euch.
Weil solche Abende nicht selbstverständlich sind. Weil sie Arbeit machen. Weil sie Aufmerksamkeit verlangen. Weil jemand Stühle stellt, Abläufe denkt, Details sieht, Menschen begrüßt, vorbereitet, nachbereitet und dafür sorgt, dass am Ende alles so wirkt, als sei es ganz leicht gewesen.
War es aber nicht.
Und gerade deshalb sagt dieser Abend mehr aus als manche politische Grundsatzrede. Er zeigt, was diese Stadt bedeuten kann, wenn Menschen mit Haltung, Sorgfalt und Herzblut für sie arbeiten.
Wir als FDP-Fraktion waren in voller Stärke anwesend. Und ja: Wir haben diesen Abend auch in voller Stärke abgeschlossen. Im wahrsten Sinne des Wortes: Wir waren die letzten Gäste. Irgendjemand musste ja das Licht ausmachen.
Wir haben diesen Abend nicht abgesessen. Wir haben ihn genossen. Jeden Moment. Weil er schön war. Weil er würdig war. Weil er menschlich war. Weil er Niddatal war.
Michael Hahn wurde in seine zweite Amtszeit eingeführt – und wer an diesem Abend dabei war, konnte sehen, dass kommunale Politik mehr sein kann als Anträge, Abstimmungen und gelegentliches Gerangel um Zuständigkeiten. Sie kann auch Gemeinschaft sein. Freude. Respekt. Ein gemeinsamer Moment für die Stadt.
Umso bemerkenswerter war, was ebenfalls sichtbar wurde. Oder eben nicht sichtbar wurde.
Die Fraktion Die Linke blieb der Amtseinführung fern – nach dem, was uns berichtet wurde, unentschuldigt. Die SPD-Fraktion war zwar anwesend, brachte aber keinen Glückwunsch zustande.
Man kann das für eine Randnotiz halten. Wir tun das nicht.
Denn manchmal sagt Abwesenheit mehr als jedes Grußwort. Und manchmal sagt Schweigen mehr als jede politische Erklärung.
Bei der Amtseinführung eines direkt gewählten Bürgermeisters unentschuldigt zu fehlen oder keinen Glückwunsch auszusprechen, ist keine Petitesse. Es ist kein kleiner Ausrutscher im kommunalpolitischen Betriebsgeräusch. Es ist ein Zeichen. Und zwar ein ziemlich lautes.
Wer bei einem solchen Anlass fehlt, fehlt nicht nur gegenüber einer Person. Wer bei einem solchen Anlass schweigt, schweigt nicht nur gegenüber Michael Hahn.
Man fehlt und schweigt gegenüber einem Amt. Gegenüber einem demokratischen Votum. Gegenüber einem Moment, der größer war als parteipolitische Befindlichkeit.
Vielleicht war genau das der ehrlichste Beitrag dieses Abends.
Die Menschen in Niddatal konnten sehr genau sehen, wer diesen Moment mitgetragen hat – und wer selbst bei einer würdigen Amtseinführung nicht über den eigenen Schatten springen konnte.
Für uns Freie Demokraten war dieser Abend jedenfalls ein Geschenk.
Ein Geschenk an die Stadt. Ein Geschenk an die Menschen, die ihn vorbereitet haben. Und ein starkes Zeichen dafür, dass Niddatal mehr ist als politische Lager, alte Reflexe und beleidigte Rituale.
Wir gratulieren Michael Hahn herzlich zu seiner zweiten Amtszeit und wünschen ihm Kraft, Gelassenheit, klare Entscheidungen und weiterhin diesen nüchternen, zugewandten Blick auf unsere Stadt.
Und wir sagen noch einmal:
Danke für diesen Abend. Danke an Euch. Wir haben ihn genossen.
In voller Stärke.
25. Juni 2026